Kurzantwort
2L, 2.5L und 3L beschreiben den Aufbau aus Oberstoff, Barriere und innerem Schutz. Die Lagenzahl allein legt weder Wasserdichtigkeit noch Atmungsaktivität, Gewicht oder Haltbarkeit fest.
2L: Oberstoff plus Barriere
Bei 2L wird der Oberstoff typischerweise mit Membran oder Film verbunden; im Kleidungsstück kann eine separate Futterlage verwendet werden.
2.5L: leichter innerer Schutz
Bei 2.5L schützt meist eine aufgedruckte oder aufgebrachte innere Struktur die Barriere, anstelle eines vollwertigen textilen Backers.
3L: Verbund aus drei textilen Funktionen
Bei 3L werden Oberstoff, Barriere und textiler Backer zu einem Verbund. Entscheidend sind der gesamte Aufbau, Griff, Gewicht, Stretch, Pflege und die geforderten Prüfungen.
Was im Briefing stehen sollte
- Gewünschten 2L-, 2.5L- oder 3L-Aufbau benennen.
- Oberstoff und Barriere separat spezifizieren.
- Bei 3L den Backer, bei 2.5L den inneren Schutz beschreiben.
- Fertiges GSM, Griff, Stretch, Pflege und Testmethoden definieren.
Fragen von Einkäufern
Ist 3L automatisch wasserdichter als 2L?
Nein. Die Lagenzahl beschreibt den Aufbau; die Leistung hängt von der tatsächlichen Barriere und Prüfmethode ab.
Ist 2.5L immer leichter als 3L?
Nicht zwingend. Das fertige GSM ergibt sich aus allen Komponenten und dem Laminierprozess.