Kurzantwort
DWR steht für eine dauerhaft wasserabweisende Oberflächenbehandlung. C0 DWR wird im Handel häufig als Kurzbegriff für eine fluorfreie Chemierichtung verwendet; die konkrete Chemie- oder PFAS-Anforderung muss trotzdem mit dem Kundenstandard oder einer geforderten Erklärung belegt werden.
Wasserabweisung ist nicht Wasserdichtigkeit
DWR beeinflusst die Benetzung der Oberfläche. Eine wasserdichte Barriere kann zusätzlich von Grundstoff, Beschichtung, Membran und Nähten abhängen.
Chemieanforderung ausdrücklich nennen
Begriffe wie fluor-free oder PFAS-free können je nach Kundenstandard unterschiedlich definiert sein. Für die Freigabe sollte die tatsächlich geforderte Richtlinie oder Erklärung benannt werden.
Haltbarkeit separat spezifizieren
Wenn die Abweisung nach Wäsche oder Abrieb bestehen soll, müssen Vorbehandlung, Prüfmethode und Zielwert separat festgelegt werden.
Was im Briefing stehen sollte
- Chemie- oder RSL-Anforderung des Kunden angeben.
- Methode für Wasserabweisung und Ziel definieren.
- Anfangswert und Anforderungen nach Vorbehandlung trennen.
- Membran- oder Beschichtungsanforderungen separat dokumentieren.
Fragen von Einkäufern
Macht C0 DWR einen Stoff wasserdicht?
Nein. Oberflächenabweisung und wasserdichte Barriere sind getrennte Anforderungen.
Beweist der Begriff C0 automatisch PFAS-Freiheit?
Nicht als alleiniger Nachweis. Maßgeblich ist die vom Kunden verlangte Chemieanforderung und Dokumentation.
Soll die DWR-Wirkung nach Wäsche geprüft werden?
Wenn Haltbarkeit Teil der Freigabe ist, sollten Vorbehandlung und Bewertungsmethode im Briefing stehen.